



Donnerstag früh gabs dann vorm Auszug noch ein Frühstück mit Sima unserer Vermieterin und zum Abschluss noch die Bezahlung einer Strafgebühr von 25$ pro Person da wir vor den verabredeten 4 Wochen ausgezogen sind…und dann ging es bei schönsten Wetter Richtung Stadt wo wir uns im Mayers Park auf einer Bank niederließen um die weiteren 3 Stunden mit unseren Koffern bis zum Einzug in unser neues Apartment um 14 Uhr zu überbrücken. Dort angekommen ließ uns der Inder ne ganze Weile warten, als er aber unseren Batzen Geld in der Hand hielt legte er los und ich sag euch der Mann brauch keine Zählmaschine, da war ganz viel Routine drinnen beim rotieren seiner Hände und zum Schluss hatte er das richtige Ergebnis, unglaublich. Dann funkte er noch schnell seine Kollegin an, um Sie zu warnen das wir jetzt Richtung Apartment kommen und dort angekommen trauten wir unseren Augen nicht es sah fast alles noch wie vor 4 tagen aus, nix Reinigung, daraufhin erklärte er uns das der Reinigungsdienst noch nicht da gewesen wäre…, wir hatten dann eh erstmal unseren Termin bei Kenneth und zogen nochmal von dannen, dort angekommen klärten wir endlich mal unseren Konfusen Stundenplan ab und haben jetzt alles so zurecht gebaut das wir nur Dienstag und Mittwoch Unterricht haben . Dann gings zurück zum Apartment wo sich auch weiterhin nicht getan hatte und Koscha erklärte uns das er in einer halben Stunde mit der Checkliste kommen würde, das war dann so gegen 15 Uhr, wir machten uns daran das Apartment mit deutscher Gründlichkeit mal genauer unter die Lupe zu nehmen und schauten uns nach einer halben Stunde ziemlich enttäuscht in die Augen, auf dem Teppich waren überall Flecken, einige Lampen gingen nich, Bastl und Helm saßen im Bad fest weil die Tür total defekt war, einfach nichts sah wirklich gereinigt aus und einiges Versprochenes wie Radiator, Bettzeug oder zweiten Flachbildschirm gab es nicht…, gegen 16:30, wie gesagt er wollte in einer halben Stunde wieder da sein kam dann Koscha wieder mit der Checkliste. Zu dem Zeitpunkt hatten wir schon unsere eigene Problemliste erstellt, mit der besagten deutschen Gründlichkeit, woraufhin wir bis 18 Uhr mit Ihm die Wohnung begutachteten um alles abzuklären, dann verließ er uns mit dem Kommentar „ I come back“ um uns noch verschieden Defekte Sachen zu bringen und ganz wichtig Bettwäsche. Gegen 20 Uhr wurden wir langsam unruhig und gingen vor ins Office woraufhin uns sein Kollege sagte das Koscha bereits 19 Uhr nach Hause gegangen wäre und er uns auch keine Bettwäsche geben könnte…, nach Minuten langer Diskussion zogen wir wütend von dannen und gingen Einkaufen um alles nötige für die Wohnung heran zu schaffen, nach wieder fast 2 Stunden im verzweifelter Essenssuche im Markt waren wir fertig und zu Buche standen unglaubliche 248 $ auf der Ausgabenseite und irgendwie hatten wir soviele Sachen, das wir gar nicht wussten wie wir das alles heim bringen, voll bepackt Steuerten wir Richtung Queen Street der absoluten Party und Einkaufsmeile und noch 1,3 km nach Haus, nach ca. 600m Riss die erste Tüte und wir legten einen Not stop ein, in unserer Nähe stand ein leerer Einkaufskorb und neben uns zwei Securities die uns schon ne ganze weile gefolgt waren und uns lächelnd ansprachen wir sollten doch den leeren Korb nehmen um unsere Sachen Heimzubringen und dann irgendwo stehen lassen, gesagt getan luden wir alles in den Wagen und ich schob ihn die Queen Street entlang, daraufhin kamen uns nur noch lachende Leute entgegen, wir waren wohl die Attraktion des Abends auf der Queen Street. Ich meinte dann nur noch zu den anderen jetzt müsste fehlt nur noch das uns jemand bekanntes sieht, prompt ein paar Meter weiter rief es von der anderen Straßenseite und Elly aus Deutschland stand bei uns daraufhin machten wir noch eine Pause und quatschten ein bisl, dann war es schon gegen halb 1 und wir machten uns auf den Heimweg, dabei gab es noch einen ziemlichen geilen Kommentar, als wir an einem Imbiss vorbeisteuerten meinte der Typ nur „Hey Guys, you´ve got a deal with the cops, right ?“ und Helm meinte nur kurz und trocken „no“ und wir gingen lachend weiter und versuchten schnell die Straße zu verlassen. Zu Hause gabs dann noch eine Mitternachtsmahlzeit und ein Frustbier auf diesen scheiß Tag und dann gings Richtung Bett, wo ich noch einen rießen Fehler machte ich sah mir den Matrazenschoner an und sah einen großen gelblichen fleck und hatte sogar keine Lust mehr schlafen zu gehen…, daraufhin entwickelte ich einen Schlachtplan, legte die Fusselige Decke unter, zog mir Trainingshose, Shirt und Pullover an, außerdem legte ich mein Handtuch über die unbezogenen Kissen, lötete mir noch schnell das Bier herein und wickelte mich in die Überdecke, da war dann gegen 3 Uhr nachts und schlief ein. Früh um 8 war ich dann wieder munter, da ich die Außenwand zur Eingangstür neben meinem Bett hatte, die regelmäßig auf und zu flog, ich konnte sogar durch die Wand das Piepen der Chipkarte zum Öffnen hören…, an war das ne scheiß Nacht!