Donnerstag, 9. September 2010

01.09.2010 Northland-Tour, Tag 3















Da wir am Vortag nicht auf unser Navi hören wollten, hatten wir eine unserer Stationen verpasst. Den Aranga Beach mit dem Maunganui Bluff, einem Aussichtspunkt. Also entschlossen wir uns die 20 km nochmal zurück zu fahren. Das Wetter war traumhaft, mit Sonne satt und es sollte sich lohnen!
Dort angekommen, erkundeten wir natürlich zuerst den Strand, der echt super aussah. Allerdings hatte auch dieser Strand einen kleinen Haken, wie alle Strände mit Bewohnern in der Nähe. Wie immer gab es einen kleinen stinkenden Bach, der ins Meer hinein floss. Neuseeländer reden zwar immer viel von Umweltschutz, aber mit dem Thema Kläranlage scheinen Sie sich bisher leider noch nicht richtig beschäftigt zu haben. Also fließt das Abwasser fast überall einfach direkt ins Meer. Als wir mit der ersten Foto-Session durch waren, kam bei mir wieder mal die Neugier durch und ich machte mich daran ein wenig die Klippen zu erklimmen.
Auch das sollte sich lohnen! Nach ein paar Metern sah ich meinen ersten echten Seelöwen in freier Natur. Danach machten wir uns daran den Aussichtspunkt auf der Klippe zu erklimmen, am Schild standen die Zeitangaben für das hinaufsteigen 1,5 Stunden, hinunter 2,5 h und die Gipfelhöhe von 461 m. Der Anfang des Wanderweges sah auch noch sehr normal aus, ein schmaler Pfad der sich über die Wiesen am Berg entlang schlängelt, was sich aber dann relativ schnell ändern sollte. Es wurde wirklich sehr abenteuerlich, der Pfad wurde immer schmaler, steiler und die Klippe auf der Seite immer tiefer und es ging über Stock und Stein. Außerdem hatte es ja wieder mal die ganze Nacht über geregnet so das, alles wunderbar nass und klitschig war. Nach einer halben Stunde machten wir uns schon so unsere Gedanken ob wir nicht lieber umdrehen sollten, da es doch verdammt abenteuerlich war, typisch Neuseeländisch halt, aber wir entschlossen uns weiter zu gehen. Dabei ereilten uns dann noch jede menge Prüfungen, wie mehrmaliges queren von Bachläufen mitten auf dem Weg, über klitschige Steine klettern und natürlich immer die Klippe auf der Seite, aber das kann man sich eh schwierig vorstellen, hoffe die Bilder bringen es ein wenig herüber. Nach dem wir dann den schwierigsten Teil an der Klippe bewältigt hatten ging es weiterhin sehr steil mitten durch einen richtigen Urwald weiter (sehr toll), bis wir nach ca. 1 h mit einigen Pausen und dem Schweißtod nahe aus dem Urwald mitten an einer Weide herauskamen. Plötzlich befand sich vor uns wieder mal nichts außer grünen Wiesen mit Kühen und Schafen. Dann ging es ein ganzes Stück am Weidezaun entlang und am Ende des Weges hatten wir nach einem Tag Pause mal wieder Handy empfang, mitten im nichts stand vor uns auf der Weide eine Antenne. Zu allem Überfluss nach den ganzen Strapazen mussten wir auch noch feststellen das man wohl von hinten auch mit dem Auto an den Berg heranfahren kann, jedenfalls begleiteten uns ab hier die Autospuren des Bauers direkt bis zum Gipfel. Diesen hatten wir dann nach ca. 1:45 h erreicht und die Aussicht war schon Atemberaubend, vor uns die Klippe mit dem endlosen Meer, links und rechts ein nicht enden wollender Strand und oben auf dem Gipfel wunderbare Natur. Nach einer Weile innehalten machten wir uns daran noch ein bischen die Umgebung zu erkunden und Helmut fand mitten im Dschungel noch ein weiteres Schild, Richtung einer sehr steilen Klippe und wir versuchten uns daran dem Weg zu folgen. Dieses Unterfangen gaben wir aber relativ schnell wieder auf weil, es erstens fast unmöglich war dem Weg durch die Büsche zu folgen, zum anderen die Klippe doch noch ein gutes Stück weg war und wir ja auch noch den ganzen Weg zurück mussten, außerdem wäre es glaube höchst unvernünftig gewesen diesem Pfad zu folgen. Also machten wir uns wieder an den Abstieg der ja laut Zeitangabe noch ein Stunde länger dauern sollte, Helmut hatte noch die spitzen Idee sich einen Wanderstock zum abstützen besorgen und das sollte Gold wert sein. Der Abstieg war dann aufgrund des klitschigen Bodens und der steile des Weges wirklich noch abenteuerlicher als der Aufstieg, doch dank Helms Idee mit dem Stock und natürlich unserem eigenen Geschick kamen wir alle wieder heil unten an. Helm dachte er könne sich ja mal ein bischen auf die Straße setzten und entspannen so wie zu Hause in Deutschland und Bastl setzte sich zu Fotozwecken hinzu, das war jedoch ein verhängnisvoller Fehler. Als die beiden wieder aufstanden waren ihre Hosen von schwarzen Flecken gesäumt, dem Geruch nach Teer, den die Neuseeländer wohl freundlicher Weise unter dem Kies versteckt hatten und der wohl durch die Sonne flüssig geworden war. Die Flecken gingen natürlich trotz alle Bemühungen erstmal nicht mehr weg, also ging es gefrustet weiter zurück ins Waipoura Forest um uns noch den Tane Mahuta „lord of the forst“ anzuschauen. Dort angekommen wurden die blöden Flecken schnell vergessen, beim Anblick dieses riesigen Baumes, dazu nochmal seine Eckdaten, 51.5m Höhe, 13.8m Durchmesser und das ganze ergibt unglaubliche 244.5 m³ Holz. Danach ging es mal wieder ein längeres Stück ohne anzuhalten mit dem Auto weiter bis zur Atemberaubenden Einfahrt des Hokianga Harbour bei Omapere, wir kamen vom grünen Berg herunter gefahren, stoppten am Pakia Hill und gegenüber am anderen Ufer strahlten uns riesige Sanddünen an, dazu noch das blau glänzende Meer, ein einfach unglaublich schönes Bild! Nachdem wir das eine Weile genossen hatten machten wir uns aber daran noch unser Tagesziel Ahipara anzupeilen, wozu wir zum erstenmal ein Autofähre bei Rawene benutzten, sicher am anderen Ufer angekommen fuhren wir mal wieder bei Einbruch der Dunkelheit unserm Ziel entgegen und ich musste einsehen das die Neuseeländischen Straßen im Dunkel erst richtig interessant werden. Dort angekommen entschlossen wir uns nach dem harten Tag uns mal etwa zu gönnen, gingen im Restaurant Seaview Essen und danach relativ zügig ins Bett, da wir doch alle sehr kaputt waren.

Dienstag, 7. September 2010

31.08.2010 Northland-Tour, Tag 2









Nach der ersten gemeinsamen Nacht im Camper, mit Dauerregen, standen wir früh gegen 9 Uhr auf und trafen uns mit Fahra und Manuel zum Frühstück. Und siehe da, die Sonne kam heraus. Eigentlich hatten wir überlegt noch ein paar Runden mit dem Quad am Baylys Beach zu drehen. Für 75 $ pro Stunde und Person allerdings relativ teuer!
Außerdem waren wir auch noch zu spät drann, da an der Westküste gegen 10 Uhr die Flut kommt und nicht mehr viel vom Strand übrig lässt. Also begnügten wir uns lieber nochmal damit, an den Strand zu schauen, welcher echt sehr toll war. 100 km schönster Sandstrand, soweit das Auge reicht.
Bei schönstem Wetter ging es ziemlich spät, gegen 12 Uhr weiter. Als nächstes stand der Trounson-Nationalpark auf dem Programm, mit den ersten Kauri-Baumriesen.
Ein sehr schön anzusehender Dschungel, mit einem ca. 1 Stunde dauerndem Rundkurs durch den Park und jeder Menge riesiger Kauribäume.
Ach, und wenn es auch langsam langweilig wird… Nach uns kam dort noch ein Auto mit zwei blonden Mädels an. Und nun die Preisfrage… Aus welchem Land waren die wohl? Richtig, natürlich aus Deutschland!
Nachdem wir den Rundkurs beendet hatten, machten wir nicht den "Fehler" auf das Navi zu hören und wieder auf die Hauptstraße zurück zu fahren. Nein, wir vertrauten der neuseeländischen Beschilderung und fuhren weiter der Straße entlang, zum Waipoura Forest. Und jetzt wurde es das erste mal abenteuerlich! Wir waren froh als wir diese 10 km unbefestigter Stein- und Schotterpiste, mit unübersichtlichen Serpentinen ect., hinter uns gebracht hatten.
Im Waipuora Forest angekommen, erkundigten wir uns wo wir die größten Kauri Bäume anschauen können und vor allem wie lange es dauert, da es nicht mehr lange hell sein würde.
Daraufhin beschlossen wir im nahe gelegenen Campingplatz zu übernachten und vor Einbruch der Dunkelheit noch Te Matua Ngahere, dem „Father of the Forest“ und Kauri Baum mit dem dicksten Stamm in Neuseeland anzuschauen.
Hier seine genauen Daten… 16,41 m im Durchmesser, 29,9 m Höhe, was 201,8 m³ Holz ergibt. Das ganze kann man sich aber schlecht vorstellen, da es auch die Bilder nie ganz rüber bringen werden. Man muss es einfach gesehen haben! Wir machten uns dann wieder schnell auf den Weg zum Campingplatz, kamen dort mit Einbruch der Dunkelheit an. Da dieser Campingplatz mitten im Urwald, sehr idyllisch an einem Fluss liegt, war es dann auch wirklich schnell richtig dunkel. Unser Abendprogramm beschränkte sich deshalb darauf, in der vorhandenen Küche noch etwas zum Essen zu zaubern. Dabei haben wir die vorhandenen Stromquellen genutzt, indem wir alle technischen Geräte (Laptop, Kamera, ect.) geladen und die Fotos des Tages gesichert und angeschaut haben.
Anschließend wurde schnell das Bett gerichtet, möglichst bei geschlossenen Türen und wenig Licht, um nicht unnötig Getier anzulocken. Übrigens schlief der Helmut oben im Dach und ich mit Bastl zusammen darunter. Alles in allem war es sogar sehr gemütlich, zumindest bei mir und Bastl. Bei Helmut hatten sich die Herren mit ihren Maßangaben für's Bett wohl etwas vertan, da es doch relativ kurz geraten war. Aber er kam klar.

30.08.2010 Start Northland-Tour





Früh 7 Uhr ging es raus! Pünktlich 8:15 ging es dann mit dem Bus zu unserer Camper-Van-Vermietung, bei der wir kurz nach 9 Uhr eintrafen. Gegen 10 Uhr fuhren wir endlich ohne Probleme los.
Helmut war der erste Fahrer von uns und brachte uns sicher durch Auckland, trotz Linksverkehr! Als erstes wurde natürlich der Supermarkt angesteuert, um alles nötige einzukaufen. Danach noch schnell zu Hause die restlichen Sachen reingeschmissen und 13 Uhr ging es dann richtig los.
Erste Station war Orewa, wo wir unseren ersten Strandspaziergang bei Sonnenschein unternommen haben. Das war ein kleiner Vorgeschmack auf das was noch folgen sollte. Danach stoppten wir nochmal kurz in Weiwera am Thermalbad, welches in einer ziemlich schönen Bucht liegt. Ab da sollte’s das allerdings auch mit dem schönen Wetter gewesen sein und es ging direkt weiter in Richtung Dargaville zur Westküste. Den Rest des Tages brachten wir bei Dauerregen auf der Landstraße zu und stoppten erst wieder in Dargaville. Dort hielt es uns aber nicht lange und wir fuhren weiter zum Baylys Beach, an dem wir bei Einbruch der Dunkelheit ankamen. Wir machten noch schnell ein paar Fotos am Strand und kehrten im Baylys Beach Holiday Park ein, um die erste Nacht im Camper zu verbringen. Gleich in der Küche lernten wir noch die einzigen weiteren Gäste kennen, Manuel und Farah aus Deutschland (wie sollte es auch anders sein).

Keine Sorge uns gehts gut!

Also als erstes einmal, keine Sorge vom Erdbeben haben wir hier nicht mal was mitbekommen, da wir im oberen Teil der Nordinsel unterwegs waren!
Wir sind gestern nach einer unglaublichen Woche wieder gut in Auckland angekommen und nähere Infos folgen heute noch!
Ach ja und die nächste Tour ab Montag ist schon in Planung!

Follower