










Diesmal ging es schon halb 8 raus, als erstes sahen wir uns natürlich den aktuellen Wetterbericht und die Straßenverhältnisse an. Der Wetterbericht sah nicht wirklich besser aus als gestern, allerdings schien hier die Sonne und die Straße war auch geöffnet, also entschlossen wir uns heute die Tour zu wagen. Um 10 ging es los Richtung Milford Sound. Das Wetter schien auf unsere Seite, jedenfalls schien nach wie vor die Sonne. Unterwegs waren wieder unglaubliche Berge, Täler, Seen und vor allem jede Menge Schnee zu sehen. Zeit zum Anhalten war allerdings nicht, da wir noch 2,5 h für 120km durch die Alpen hatten und laut Beschilderung die Möglichkeit bestand, dass wir beim Homer Tunnel Schneeketten benötigen. Kurz vorm Homer Tunnel wurden wir mal wieder von einem Neuseeländischen Bauarbeiter zum Schmunzeln gebracht. Wir befanden uns inzwischen oberhalb der Schneegrenze, das Wetter war auch nicht mehr wirklich schön und er stand mit kurzer Hose am Straßenrand während uns schon im Auto kühl war. Natürlich fing es dann kurz vorm Tunnel erst an zu regnen und dann auch noch zu schneien, sodass Helmut sich schon Sorgen machte ob wir mit unseren schlechten Sommerreifen weiter fahren sollten. Allerdings blieb die Straße frei und beim letztmöglichen Halt vorm Tunnel fuhren wir vorbei und es ging Gott sei dank gut. Der Tunnel selber stellte mal wieder das typische Neuseeland dar, sowas hatten wir alle drei noch nicht gesehen. Es war ein dunkles Loch in das wir hereinfuhren, gerade breit genug für zwei PKWs. Die Beleuchtung im Tunnel wurde auch nicht wirklich besser, so das wir am Anfang erstmal Probleme hatten etwas zu sehen, bis sich die Augen angepasst hatten. Als das Bild dann klarer wurde, konnten wir unseren Augen nicht trauen, der Tunnel sah aus wie mit Hammer und Meißel in den Stein gehauen, es gab keine großartigen Absicherungen, stattdessen war überall das blanke Gestein zu sehen. Wenn man sich da überlegt was sich die Leute bei uns für Gedanken über die Sicherheit in den Tunneln machen, ist unsere Durchfahrt wohl gerade der pure Wahnsinn gewesen und wir waren auch relativ froh wieder aus dem Tunnel raus zu sein. Dort wurde das Wetter aber dann leider auch nicht besser, es schneite wieder, aber wir kamen gut und sicher am Milford Sound an. Dort hatten wir dann noch ein halbe Stunde bis zur Abfahrt und es fing natürlich wieder pünktlich an in Strömen zu regnen. Die Tour ging 2:15 h los und ist bestimmt auch richtig toll, allerdings kann ich nur sagen, dass es uns leider total angeschissen hatte, außer Regen und Wolken gab es von der herrlichen Landschaft leider nicht viel zu sehen. Das Highlight stellten einige Wasserfälle, ein paar Pinguine und zum Schluss noch ein paar Robben dar. Nicht einmal die 99 % Delphin Garantie traf ein. Zum Schluss erahnten wir in weiter Ferne welche, was es dann aber auch schon war. Also verließen wir den Milford Sound leider gefrustet und hoffen auf baldige Wetterbesserung. Auf dem Weg zurück kam noch dazu, dass wir mit dem Tanken ein bisl gegeizt hatten und uns Sorgen machen mussten, ob es noch bis Te Anau zurück reicht. Außerdem bekam Helmut auf dem Rückweg noch Gottes Segen. Ein paar Inder waren kurz nach dem Mildord Sound mit plattem Reifen liegen geblieben und bekamen das festgerostete Rad nicht ab. Nach einigen energischen Versuchen gegen das Rad zu treten, gab es dann endlich nach. Der Inder sagte nur noch "God bless you" zu Helmut. So konnten wir weiter fahren und kamen auch wirklich gut in Te Anau an. Als erstes wurde natürlich nochmal voll getankt, danach eingekauft und anschließend ging es nochmal zum Campingplatz, um unser noch gültiges Internet zu nutzen und einen Kaffee zu trinken. Dann ging es auch schon auf den Abend zu und wir fuhren noch weiter Richtung Südzipfel, bis wir in Riverton bei stürmischer See unser Nachtquartier auf einem Lookout Berg fanden.













































