Donnerstag, 28. Oktober 2010

20.10.2010 South Island Tour, Day 8












Diesmal ging es schon halb 8 raus, als erstes sahen wir uns natürlich den aktuellen Wetterbericht und die Straßenverhältnisse an. Der Wetterbericht sah nicht wirklich besser aus als gestern, allerdings schien hier die Sonne und die Straße war auch geöffnet, also entschlossen wir uns heute die Tour zu wagen. Um 10 ging es los Richtung Milford Sound. Das Wetter schien auf unsere Seite, jedenfalls schien nach wie vor die Sonne. Unterwegs waren wieder unglaubliche Berge, Täler, Seen und vor allem jede Menge Schnee zu sehen. Zeit zum Anhalten war allerdings nicht, da wir noch 2,5 h für 120km durch die Alpen hatten und laut Beschilderung die Möglichkeit bestand, dass wir beim Homer Tunnel Schneeketten benötigen. Kurz vorm Homer Tunnel wurden wir mal wieder von einem Neuseeländischen Bauarbeiter zum Schmunzeln gebracht. Wir befanden uns inzwischen oberhalb der Schneegrenze, das Wetter war auch nicht mehr wirklich schön und er stand mit kurzer Hose am Straßenrand während uns schon im Auto kühl war. Natürlich fing es dann kurz vorm Tunnel erst an zu regnen und dann auch noch zu schneien, sodass Helmut sich schon Sorgen machte ob wir mit unseren schlechten Sommerreifen weiter fahren sollten. Allerdings blieb die Straße frei und beim letztmöglichen Halt vorm Tunnel fuhren wir vorbei und es ging Gott sei dank gut. Der Tunnel selber stellte mal wieder das typische Neuseeland dar, sowas hatten wir alle drei noch nicht gesehen. Es war ein dunkles Loch in das wir hereinfuhren, gerade breit genug für zwei PKWs. Die Beleuchtung im Tunnel wurde auch nicht wirklich besser, so das wir am Anfang erstmal Probleme hatten etwas zu sehen, bis sich die Augen angepasst hatten. Als das Bild dann klarer wurde, konnten wir unseren Augen nicht trauen, der Tunnel sah aus wie mit Hammer und Meißel in den Stein gehauen, es gab keine großartigen Absicherungen, stattdessen war überall das blanke Gestein zu sehen. Wenn man sich da überlegt was sich die Leute bei uns für Gedanken über die Sicherheit in den Tunneln machen, ist unsere Durchfahrt wohl gerade der pure Wahnsinn gewesen und wir waren auch relativ froh wieder aus dem Tunnel raus zu sein. Dort wurde das Wetter aber dann leider auch nicht besser, es schneite wieder, aber wir kamen gut und sicher am Milford Sound an. Dort hatten wir dann noch ein halbe Stunde bis zur Abfahrt und es fing natürlich wieder pünktlich an in Strömen zu regnen. Die Tour ging 2:15 h los und ist bestimmt auch richtig toll, allerdings kann ich nur sagen, dass es uns leider total angeschissen hatte, außer Regen und Wolken gab es von der herrlichen Landschaft leider nicht viel zu sehen. Das Highlight stellten einige Wasserfälle, ein paar Pinguine und zum Schluss noch ein paar Robben dar. Nicht einmal die 99 % Delphin Garantie traf ein. Zum Schluss erahnten wir in weiter Ferne welche, was es dann aber auch schon war. Also verließen wir den Milford Sound leider gefrustet und hoffen auf baldige Wetterbesserung. Auf dem Weg zurück kam noch dazu, dass wir mit dem Tanken ein bisl gegeizt hatten und uns Sorgen machen mussten, ob es noch bis Te Anau zurück reicht. Außerdem bekam Helmut auf dem Rückweg noch Gottes Segen. Ein paar Inder waren kurz nach dem Mildord Sound mit plattem Reifen liegen geblieben und bekamen das festgerostete Rad nicht ab. Nach einigen energischen Versuchen gegen das Rad zu treten, gab es dann endlich nach. Der Inder sagte nur noch "God bless you" zu Helmut. So konnten wir weiter fahren und kamen auch wirklich gut in Te Anau an. Als erstes wurde natürlich nochmal voll getankt, danach eingekauft und anschließend ging es nochmal zum Campingplatz, um unser noch gültiges Internet zu nutzen und einen Kaffee zu trinken. Dann ging es auch schon auf den Abend zu und wir fuhren noch weiter Richtung Südzipfel, bis wir in Riverton bei stürmischer See unser Nachtquartier auf einem Lookout Berg fanden.

19.10.2010 South Island Tour, Day 7









Es hatte schon die ganze hindurch geregnet und als um 8 der Wecker klingelte, war draußen außer Regenwolken nicht viel zu sehen. Dazu kam noch das es auch relativ kalt war und wir fragten uns natürlich, ob es mit unserer geplanten Milford Tour heut überhaupt Sinn macht. Unsere Frage wurde dann relativ schnell beantwortet als Basti eine Internet Seite fand, wo über die Straßenverhältnisse Auskunft erteilt wurde und da stand eindeutig Closed aufgrund von 50 cm Neuschnee beim Homer Tunnel. Damit habt ihr mal einen Eindruck in welchen Höhenverhältnissen wir uns gerade bewegen. Man kann sagen direkt an der Schneegrenze. Außerdem hörte es auch nicht auf zu regnen und wir entschlossen uns einen Tag länger auf dem Campingplatz zu bleiben. Wir buchten die Tour auf den nächsten Tag um und hofften auf besseres Wetter. Danach brachten wir erstmal noch ein paar Stunden im Camper zu, bis das Wetter endlich besser wurde und wir uns nochmal auf den Weg nach Te Anau machten. Dort sahen wir uns den schönen See und ein paar Souvenir Geschäfte an, bevor es nochmal schnell nach Manapouri, dem Startpunkt für die Doubtful Sound Touren ging und wieder heim. Anschließend gabs noch lecker Essen und danach passend zum Land einen Herr der Ringe Teil zum einschlafen.

18.10.2010 South Island Tour, Day 6









Munter waren wir gegen halb 9, allerdings ließen wir es heut mal relativ ruhig angehen, da eh nur ein kleines Shopping in Queenstown und die Weiterfahrt nach Te Anau geplant waren. Gegen 12 ging es vom Einkaufen wieder los und auf dem Weg nach Te Anau kam dann auch nicht mehr wirklich viel. Außer zwei schönen Seen, die wir uns allerdings aufgrund 36 km Gravel Road ersparten. Damit waren wir dann schon gegen 15:30 in Te Anau, der am nahesten am Milford Sound gelegenen Stadt und ließen uns dort in einem Campingplatz nieder. Den restlichen Tag verbrachten wir dann damit die schöne Landschaft zu genießen, euch mit Postkarten zu bedenken und mal wieder ins World Wide Web einzutauchen. Am Abend nutzten Bastl und ich nochmal den Spa Pool im Campground, bevor es zum Essen ging. Ansonsten haben wir dann für morgen früh schon unsere Milford Sound Tour gebucht, worauf wir uns schon lange gefreut haben, da es eines der unserer erklärten Highlights ist.

17.10.2010 South Island Tour, Day 5











Der Wecker klingelte früh um 7, doch aufstehen wollte keiner so richtig, draußen regnete es in Strömen. Doch da wir uns ja auf halb 10 mit Andree verabredet hatten, quälten wir uns trotz des sehr bescheidenen Wetters heraus und als er mit Vanessa eingetroffen war wurde erstmal die bestmögliche Tagesplanung besprochen. Gegen 10 Uhr ging es dann bei strömenden Regen los, doch nach einer Weile hörte es dann endlich auf zu Regnen und gegen Mittag schien sogar wieder die Sonne. Zwischendurch machten wir bei ein paar schönen Aussichtspunkten Station bis es dann über den Hasst Pass, wieder mitten durch die Alpen ging. Dort begegneten wir einigen sehr schönen Wasserfällen und natürlich auch wieder unserem ständigem Begleiter der total nervigen Sandfly. Am Ende zeigte sich der Pass dann bei schönstem Wetter mit den beiden Bergseen Lake Wanaka und Lake Hawea von seiner besten Seite. Wir mussten immer wieder total fasziniert von dem total blauen Wasser der Seen und dem gewaltigen Bergpanorama im Hintergrund anhalten, das war echt der Wahnsinn oder wie die Neuseeländer sagen würden "fucking awesome". Danach machten wir in Wanaka Station, was wieder am gleichnamigen wunderschönen See lag. Dort schauten wir uns dann noch die verrückte Puzzling World an, mit Hologram Hall, Illusion Room und einem großen Outdoor Labyrinth. Danach ging es dann gleich nochmal auf 2000m hoch und über die Pisa Range mit einer Wahnsinnigen Straße mitten durchs Gebirge, Kurve über Kurve und teilweise einer Mondlandschaft ähnelnd weiter Richtung Queenstown. Auf diesem Weg gab es dann noch echt wunderschöne Aussichten auf die Täler und Bergketten Richtung Queenstown, sowie den wunderschönen See Wakatipu der im übrigen genau am kleinen Örtchen Queenstown liegt. Als wir in Queenstown ankamen, war Helmut restlos begeistert und fühlte sich gleich wie in den Österreichischen Alpen. Dort trafen wir uns nochmal mit unserem Freund Andree im Hostel und überlegten sehr lange wo und wie wir denn nun am besten die Nacht verbringen könnten. Nach langem hin und her fuhren wir in eine Straße neben Andrees Hostel wo sich ein Parkplatz befand, inzwischen war es schon richtig dunkel. Der Parkplatz war aber schon voll belegt, allerdings ging rechts davon noch ein Weg auf den Berg darüber. Dort fanden wir die Fläche eines unbebauten Grundstückes mit super Blick auf das Tal mitten im Wohngebiet, also versuchten wir mal etwas ganz verrücktes und stellten uns einfach dort hin. Dann machten wir noch schön Abendbrot und bis wir einschliefen kam jedenfalls niemand mehr der uns von dannen schicken wollt.

16.10.2010 South Island Tour, Day 4








Munter waren wir erst gegen 8:30, danach kam das übliche Zeitaufwändige Procedere, zuerst Camper umbauen, dann morgen Wäsche, Frühstück am See mit Sonnenschein und als letztes nochmal eine Klo Runde. Dann war es mittlerweile schon wieder kurz vor 11 Uhr bevor es los ging, aber lässt sich halt nicht ändern. Erster Stop war Pukekura das Bushman´s Centre, wo wir unser aller Feindbild die Sandfly in gigantischer Form betrachten konnten und gleich gegenüber gab es noch ein Pub das sich auf Possums spezialisiert hatte, mit Fellen und natürlich auch lecker zubereiten Possums. Um nochmal näher auf das Feindbild Sandfly ein zu gehen, seit wir angekommen sind werden wir von kleinen fiesen schwarzen Fliegen gejagt, die uns Beisen oder Stechen, wir wissen es nicht genau. Auf jeden Fall ist es verdammt schmerzhaft wenn sie uns erwischen und es juckt Tagelang wie die Hölle und hinterlässt dunkelrote Flecken, die je nach Art von 3 Tagen oder sogar Monate (bei Helmut) bleiben können. Das allerschlimmste ist, diese gemeinen Viecher sind hier echt überall! Aber gut genug vom Feindbild, nun zu den schönen Dingen, als nächstes standen zwei Gletscher zur Besichtigung auf dem Programm. Als erstes der Franz Josef, dort liefen wir bei mäßigen Wetter bis an den Gletscher heran und dort angekommen klarte es langsam auf, wir machten natürlich wieder hunderte Bilder. Für mich war es mein erstes Gletscher aus nächster Nähe, ich muss sagen echt krass und Wahnsinn wenn man sieht wie groß das war mal und wie weit es abgeschmolzen ist, sag nur danke Industrialisierung. Als wir gerade am gehen waren, wurden wir sogar noch Zeugen des Zerfalls, als sich ein großes Stück des Gletschers von oben löste und herab stürzte, deswegen also die komischen Zäune und Verbotsschilder, gut das ich nicht mehr dort stand, ne Spaß. Beim Rückweg klarte der Himmel dann sogar noch richtig auf und wir kamen noch in den Genuss das Gletscher im Sonnenschein zu sehen, sowie den Rest der Bergkette, echt geil. Also machten wir uns schnell daran das naheliegende (26km) Fox Gletscher zu erreichen wo uns wieder eine Stunde Fußmarsch erwartete, aber bei strahlendem Sonnenschein. Dort erwarteten uns riesige vom Gletscher geformte Steilwände, die kerzengerade nach oben gingen, der Gletscherfluss bildete unterwegs einige richtig krass blau leuchtende Tümpel und überall flossen Wasserfälle die Hänge herunter und natürlich einhergehend mit Steinschlag, aber was für Brocken. Das Gletscher selber sah auch wieder atemberaubend aus, aber war halt leider wieder nur mit einer den Teuren geführten Touren erreichbar, wir gaben uns mit der erreichten Aussicht zufrieden und machten uns daran die Übernachtung abzuklären, um in Ruhe das letzte Tagesziel den Lake Matheson an zu schauen. Dieser See gehört mit seiner grandiosen Aussicht auf Gletscher und Mount Cook sogar zum Unesco Weltkulturerbe. Wir kamen dort gegen 18 Uhr an und machten uns auf dem Rundweg von 1,5 h um dann dort mit Bier und schönstem Sonnenschein dies wunderbare Aussicht auszukosten und natürlich den Sonnenuntergang abzuwarten. Das war echt schön und gegen 20 Uhr gings dann in die Unterkunft, eine kleine gemütliche Lodge im Ort mit Camper Stellplätzen und dort gibts jetzt gegen 21:40 grad mal wieder Abendbrot, was die Jungs während ich schreibe gezaubert haben.

Dienstag, 26. Oktober 2010

15.10.2010 South Island Tour, Day 3














Start mal wieder gegen 10 Uhr, Ziel der atemberaubende Arthurs Pass und noch 108 km dort hin. Zuerst ging es über die höchste Stelle den Porters Pass, man fühlte sich sofort in die Schweizer Alpen versetzt, und das beste war wir hatten immer noch strahlenden Sonnenschein und es wurde Zeit für kurze Hose und T-Shirt. Als nächstes kamen überall Ski-Arenen und überall Schnee bedeckte Gipfel. Dann gab es eine Cave durch den Berg zu Besichtigen mit super Panorama, klasse Steinformationen auf grünen Wiesen, bzw. Steppen und natürlich Schnee bedeckte Gipfel. Dann gings auf zum Eingang der Höhle, dort angekommen merkten wir schnell das, dass Wasser nicht wie auf dem Schild beschrieben Knöcheltief war sondern leider zu Tief um hinein zu gehen. Daraufhin machten wir uns noch auf den Weg zum Ausgang, kreuzten dabei noch den Bach was mir nasse Füße einbrachte und kamen zumindest noch ein paar Meter in die Höhle hinein, wo das Wasser allerdings eher Brusthoch stand. Also gaben wir klein bei, genossen das herrliche Wetter noch ein paar Minuten und wurden wieder mal von irgendwelchen Stechfliegen belästigt. Ach was es noch zu erwähnen gibt, wir mussten auch das erstemal die Sonnencreme richtig benutzen, da die Sonne wirklich extrem war. Dann fuhren wir weiter Richtung Arthur Pass, wo wir nach einigen Foto Stops den Punch Bowl Fall besichtigten, der sich 131m in die Tiefe stürzte. Als letztes ging es dann nach Hokitita zum Einkaufen und danach fanden wir ein malerisches kostenloses Camp am See.

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