






Munter waren wir erst gegen 8:30, danach kam das übliche Zeitaufwändige Procedere, zuerst Camper umbauen, dann morgen Wäsche, Frühstück am See mit Sonnenschein und als letztes nochmal eine Klo Runde. Dann war es mittlerweile schon wieder kurz vor 11 Uhr bevor es los ging, aber lässt sich halt nicht ändern. Erster Stop war Pukekura das Bushman´s Centre, wo wir unser aller Feindbild die Sandfly in gigantischer Form betrachten konnten und gleich gegenüber gab es noch ein Pub das sich auf Possums spezialisiert hatte, mit Fellen und natürlich auch lecker zubereiten Possums. Um nochmal näher auf das Feindbild Sandfly ein zu gehen, seit wir angekommen sind werden wir von kleinen fiesen schwarzen Fliegen gejagt, die uns Beisen oder Stechen, wir wissen es nicht genau. Auf jeden Fall ist es verdammt schmerzhaft wenn sie uns erwischen und es juckt Tagelang wie die Hölle und hinterlässt dunkelrote Flecken, die je nach Art von 3 Tagen oder sogar Monate (bei Helmut) bleiben können. Das allerschlimmste ist, diese gemeinen Viecher sind hier echt überall! Aber gut genug vom Feindbild, nun zu den schönen Dingen, als nächstes standen zwei Gletscher zur Besichtigung auf dem Programm. Als erstes der Franz Josef, dort liefen wir bei mäßigen Wetter bis an den Gletscher heran und dort angekommen klarte es langsam auf, wir machten natürlich wieder hunderte Bilder. Für mich war es mein erstes Gletscher aus nächster Nähe, ich muss sagen echt krass und Wahnsinn wenn man sieht wie groß das war mal und wie weit es abgeschmolzen ist, sag nur danke Industrialisierung. Als wir gerade am gehen waren, wurden wir sogar noch Zeugen des Zerfalls, als sich ein großes Stück des Gletschers von oben löste und herab stürzte, deswegen also die komischen Zäune und Verbotsschilder, gut das ich nicht mehr dort stand, ne Spaß. Beim Rückweg klarte der Himmel dann sogar noch richtig auf und wir kamen noch in den Genuss das Gletscher im Sonnenschein zu sehen, sowie den Rest der Bergkette, echt geil. Also machten wir uns schnell daran das naheliegende (26km) Fox Gletscher zu erreichen wo uns wieder eine Stunde Fußmarsch erwartete, aber bei strahlendem Sonnenschein. Dort erwarteten uns riesige vom Gletscher geformte Steilwände, die kerzengerade nach oben gingen, der Gletscherfluss bildete unterwegs einige richtig krass blau leuchtende Tümpel und überall flossen Wasserfälle die Hänge herunter und natürlich einhergehend mit Steinschlag, aber was für Brocken. Das Gletscher selber sah auch wieder atemberaubend aus, aber war halt leider wieder nur mit einer den Teuren geführten Touren erreichbar, wir gaben uns mit der erreichten Aussicht zufrieden und machten uns daran die Übernachtung abzuklären, um in Ruhe das letzte Tagesziel den Lake Matheson an zu schauen. Dieser See gehört mit seiner grandiosen Aussicht auf Gletscher und Mount Cook sogar zum Unesco Weltkulturerbe. Wir kamen dort gegen 18 Uhr an und machten uns auf dem Rundweg von 1,5 h um dann dort mit Bier und schönstem Sonnenschein dies wunderbare Aussicht auszukosten und natürlich den Sonnenuntergang abzuwarten. Das war echt schön und gegen 20 Uhr gings dann in die Unterkunft, eine kleine gemütliche Lodge im Ort mit Camper Stellplätzen und dort gibts jetzt gegen 21:40 grad mal wieder Abendbrot, was die Jungs während ich schreibe gezaubert haben.
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