Nach der ersten gemeinsamen Nacht im Camper, mit Dauerregen, standen wir früh gegen 9 Uhr auf und trafen uns mit Fahra und Manuel zum Frühstück. Und siehe da, die Sonne kam heraus. Eigentlich hatten wir überlegt noch ein paar Runden mit dem Quad am Baylys Beach zu drehen. Für 75 $ pro Stunde und Person allerdings relativ teuer!
Außerdem waren wir auch noch zu spät drann, da an der Westküste gegen 10 Uhr die Flut kommt und nicht mehr viel vom Strand übrig lässt. Also begnügten wir uns lieber nochmal damit, an den Strand zu schauen, welcher echt sehr toll war. 100 km schönster Sandstrand, soweit das Auge reicht.
Bei schönstem Wetter ging es ziemlich spät, gegen 12 Uhr weiter. Als nächstes stand der Trounson-Nationalpark auf dem Programm, mit den ersten Kauri-Baumriesen.
Ein sehr schön anzusehender Dschungel, mit einem ca. 1 Stunde dauerndem Rundkurs durch den Park und jeder Menge riesiger Kauribäume.
Ach, und wenn es auch langsam langweilig wird… Nach uns kam dort noch ein Auto mit zwei blonden Mädels an. Und nun die Preisfrage… Aus welchem Land waren die wohl? Richtig, natürlich aus Deutschland!
Nachdem wir den Rundkurs beendet hatten, machten wir nicht den "Fehler" auf das Navi zu hören und wieder auf die Hauptstraße zurück zu fahren. Nein, wir vertrauten der neuseeländischen Beschilderung und fuhren weiter der Straße entlang, zum Waipoura Forest. Und jetzt wurde es das erste mal abenteuerlich! Wir waren froh als wir diese 10 km unbefestigter Stein- und Schotterpiste, mit unübersichtlichen Serpentinen ect., hinter uns gebracht hatten.
Im Waipuora Forest angekommen, erkundigten wir uns wo wir die größten Kauri Bäume anschauen können und vor allem wie lange es dauert, da es nicht mehr lange hell sein würde.
Daraufhin beschlossen wir im nahe gelegenen Campingplatz zu übernachten und vor Einbruch der Dunkelheit noch Te Matua Ngahere, dem „Father of the Forest“ und Kauri Baum mit dem dicksten Stamm in Neuseeland anzuschauen.
Hier seine genauen Daten… 16,41 m im Durchmesser, 29,9 m Höhe, was 201,8 m³ Holz ergibt. Das ganze kann man sich aber schlecht vorstellen, da es auch die Bilder nie ganz rüber bringen werden. Man muss es einfach gesehen haben! Wir machten uns dann wieder schnell auf den Weg zum Campingplatz, kamen dort mit Einbruch der Dunkelheit an. Da dieser Campingplatz mitten im Urwald, sehr idyllisch an einem Fluss liegt, war es dann auch wirklich schnell richtig dunkel. Unser Abendprogramm beschränkte sich deshalb darauf, in der vorhandenen Küche noch etwas zum Essen zu zaubern. Dabei haben wir die vorhandenen Stromquellen genutzt, indem wir alle technischen Geräte (Laptop, Kamera, ect.) geladen und die Fotos des Tages gesichert und angeschaut haben.
Anschließend wurde schnell das Bett gerichtet, möglichst bei geschlossenen Türen und wenig Licht, um nicht unnötig Getier anzulocken. Übrigens schlief der Helmut oben im Dach und ich mit Bastl zusammen darunter. Alles in allem war es sogar sehr gemütlich, zumindest bei mir und Bastl. Bei Helmut hatten sich die Herren mit ihren Maßangaben für's Bett wohl etwas vertan, da es doch relativ kurz geraten war. Aber er kam klar.
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