Montag, 9. August 2010

Noho Marae 07.08.2010



Wie sagt man immer so schön, „Morgenstund hat Gold im Mund“. Also gings früh um 8 wieder raus aus dem Bett, um pünktlich um 9 zum Frühstück im dining room zu sein. Ab 10 Uhr gings dann mit dem Tagesprogramm los und ich sah schnell, dass meine Tagesform alles andere als geeignet für die anstehenden Aufgaben war. Als erstes wurde ein Lied einstudiert, zu dem man sich dann mit einem Partner im Schneidersitz gegenüber saß. Jeder hatte 2 Stöcker, welche dann zum Singen in einer bestimmten Reihenfolge bewegt und dem anderen zugeworfen werden mussten. Da zeigte sich wieder ziemlich schnell, dass mehrere Dinge auf einmal zum Chaos führen und somit flogen diese Stöcker sehr wild durch die Luft. Dann wurde noch ein weiteres traditionelles Lied mit Choreografie einstudiert. Also wieder mehrere Dinge gleichzeitig, was sogar ganz gut klappte. Anschließend ging es zum interessantesten Teil des Tages. Die Männer übten im meeting house den traditionellen Kampftanz „Haka“, der von den Maori zelebriert wird, bevor Sie in den „Kampf“ ziehen. Die Frauen studierten den Poi-Tanz ein. Der Poi ist ein Ball am Ende eines Strickes, den die Frauen zu einem einstudierten Song gekonnt bewegen mussten. Bei beiden Tänzen wurde natürlich auch wieder ein Text in Maori gelernt, wobei mir dann langsam die ersten Sachen wieder verloren gingen. Es war einfach zu viel Input in meinem Zustand, aber dann war auch erstmal Mittag und man hatte den Nachmittag zur freien Verfügung. Man konnte entweder entspannen oder noch einmal die Lieder und Tänze selbstständig üben. Am Abend gegen 18 Uhr startete dann die feierliche Veranstaltung, bei der jeder die Chance hatte sein ganzes erworbenes Wissen noch einmal anzuwenden. Als erstes wurde das Stock Spiel vorgeführt, anschließend das traditionelle Lied mit Choreografie und dann natürlich Poi und Haka, worauf sich alle am meisten gefreut haben. Die Frauen durften mit dem Poi den Anfang machen und danach kam unsere Stunde. Wir sammelten uns noch einmal kurz vor dem meeting house, wo im stillen schnell noch mal geprobt wurde. Dann kam noch die Überraschung, wir sollten noch alle unsere T-Shirts ausziehen. Also gingen wir mit freien Oberkörper hinein und wurden von kreischenden Mädels empfangen. Jeder nahm seine Position ein und dann vollführten wir unseren Haka. Natürlich gab es ein par kleine Probleme, aber alles in allem haben wir es gut hinbekommen. Da sich die aufgewühlte Frauenmeute nicht beruhigen konnte, mussten wir sogar noch eine Zugabe geben! Zum Abschluss des Tages, gab es noch die einheimische Küche zum Abendbrot. Ich hatte mich gerade mit den anderen an den Tisch gesetzt, da ereilte mich das Schicksal in Form von Elberta. Sie stand plötzlich neben mir und sagte, ich solle ihr folgen. Ich hatte schon Angst was jetzt kommen würde, aber vorne am Top Table angekommen, meinte Sie plötzlich „That´s your place Uwe“. Somit saß ich plötzlich total entgeistert am Top Table mit Professoren, Veranstaltern und fleißigen Studenten, die es sich verdient hatten. Wir wurden von vorne bis hinten bedient, während alle anderen ewig anstehen musten. I enjoyed it. Danach wurden wir dann feierlich in unsere free time verabschiedet. Erstmal ging es heim, ein bisschen frisch machen und entspannen, nach den ganzen Strapazen des Tages. Im Anschluss ging es wieder in den Pub, wo noch einmal richtig gemeinsam gefeiert wurde.

4 Kommentare:

  1. Warum durfest du das? :) Henrik

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  2. Ja das wußt ich selber nicht *lach*
    Sagen wir einfach es war meine Ausstrahlung ;)
    bzw. ich kannte die Alberta schon ganz gut und saß zur richtigen Zeit am richtigen Ort!
    Aber egal wie ich hatte es bestimmt verdient.

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  3. zeigst du deinen schäfchen auch mal den haka? *g*

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