Da wir am Vortag nicht auf unser Navi hören wollten, hatten wir eine unserer Stationen verpasst. Den Aranga Beach mit dem Maunganui Bluff, einem Aussichtspunkt. Also entschlossen wir uns die 20 km nochmal zurück zu fahren. Das Wetter war traumhaft, mit Sonne satt und es sollte sich lohnen!
Dort angekommen, erkundeten wir natürlich zuerst den Strand, der echt super aussah. Allerdings hatte auch dieser Strand einen kleinen Haken, wie alle Strände mit Bewohnern in der Nähe. Wie immer gab es einen kleinen stinkenden Bach, der ins Meer hinein floss. Neuseeländer reden zwar immer viel von Umweltschutz, aber mit dem Thema Kläranlage scheinen Sie sich bisher leider noch nicht richtig beschäftigt zu haben. Also fließt das Abwasser fast überall einfach direkt ins Meer. Als wir mit der ersten Foto-Session durch waren, kam bei mir wieder mal die Neugier durch und ich machte mich daran ein wenig die Klippen zu erklimmen.
Auch das sollte sich lohnen! Nach ein paar Metern sah ich meinen ersten echten Seelöwen in freier Natur. Danach machten wir uns daran den Aussichtspunkt auf der Klippe zu erklimmen, am Schild standen die Zeitangaben für das hinaufsteigen 1,5 Stunden, hinunter 2,5 h und die Gipfelhöhe von 461 m. Der Anfang des Wanderweges sah auch noch sehr normal aus, ein schmaler Pfad der sich über die Wiesen am Berg entlang schlängelt, was sich aber dann relativ schnell ändern sollte. Es wurde wirklich sehr abenteuerlich, der Pfad wurde immer schmaler, steiler und die Klippe auf der Seite immer tiefer und es ging über Stock und Stein. Außerdem hatte es ja wieder mal die ganze Nacht über geregnet so das, alles wunderbar nass und klitschig war. Nach einer halben Stunde machten wir uns schon so unsere Gedanken ob wir nicht lieber umdrehen sollten, da es doch verdammt abenteuerlich war, typisch Neuseeländisch halt, aber wir entschlossen uns weiter zu gehen. Dabei ereilten uns dann noch jede menge Prüfungen, wie mehrmaliges queren von Bachläufen mitten auf dem Weg, über klitschige Steine klettern und natürlich immer die Klippe auf der Seite, aber das kann man sich eh schwierig vorstellen, hoffe die Bilder bringen es ein wenig herüber. Nach dem wir dann den schwierigsten Teil an der Klippe bewältigt hatten ging es weiterhin sehr steil mitten durch einen richtigen Urwald weiter (sehr toll), bis wir nach ca. 1 h mit einigen Pausen und dem Schweißtod nahe aus dem Urwald mitten an einer Weide herauskamen. Plötzlich befand sich vor uns wieder mal nichts außer grünen Wiesen mit Kühen und Schafen. Dann ging es ein ganzes Stück am Weidezaun entlang und am Ende des Weges hatten wir nach einem Tag Pause mal wieder Handy empfang, mitten im nichts stand vor uns auf der Weide eine Antenne. Zu allem Überfluss nach den ganzen Strapazen mussten wir auch noch feststellen das man wohl von hinten auch mit dem Auto an den Berg heranfahren kann, jedenfalls begleiteten uns ab hier die Autospuren des Bauers direkt bis zum Gipfel. Diesen hatten wir dann nach ca. 1:45 h erreicht und die Aussicht war schon Atemberaubend, vor uns die Klippe mit dem endlosen Meer, links und rechts ein nicht enden wollender Strand und oben auf dem Gipfel wunderbare Natur. Nach einer Weile innehalten machten wir uns daran noch ein bischen die Umgebung zu erkunden und Helmut fand mitten im Dschungel noch ein weiteres Schild, Richtung einer sehr steilen Klippe und wir versuchten uns daran dem Weg zu folgen. Dieses Unterfangen gaben wir aber relativ schnell wieder auf weil, es erstens fast unmöglich war dem Weg durch die Büsche zu folgen, zum anderen die Klippe doch noch ein gutes Stück weg war und wir ja auch noch den ganzen Weg zurück mussten, außerdem wäre es glaube höchst unvernünftig gewesen diesem Pfad zu folgen. Also machten wir uns wieder an den Abstieg der ja laut Zeitangabe noch ein Stunde länger dauern sollte, Helmut hatte noch die spitzen Idee sich einen Wanderstock zum abstützen besorgen und das sollte Gold wert sein. Der Abstieg war dann aufgrund des klitschigen Bodens und der steile des Weges wirklich noch abenteuerlicher als der Aufstieg, doch dank Helms Idee mit dem Stock und natürlich unserem eigenen Geschick kamen wir alle wieder heil unten an. Helm dachte er könne sich ja mal ein bischen auf die Straße setzten und entspannen so wie zu Hause in Deutschland und Bastl setzte sich zu Fotozwecken hinzu, das war jedoch ein verhängnisvoller Fehler. Als die beiden wieder aufstanden waren ihre Hosen von schwarzen Flecken gesäumt, dem Geruch nach Teer, den die Neuseeländer wohl freundlicher Weise unter dem Kies versteckt hatten und der wohl durch die Sonne flüssig geworden war. Die Flecken gingen natürlich trotz alle Bemühungen erstmal nicht mehr weg, also ging es gefrustet weiter zurück ins Waipoura Forest um uns noch den Tane Mahuta „lord of the forst“ anzuschauen. Dort angekommen wurden die blöden Flecken schnell vergessen, beim Anblick dieses riesigen Baumes, dazu nochmal seine Eckdaten, 51.5m Höhe, 13.8m Durchmesser und das ganze ergibt unglaubliche 244.5 m³ Holz. Danach ging es mal wieder ein längeres Stück ohne anzuhalten mit dem Auto weiter bis zur Atemberaubenden Einfahrt des Hokianga Harbour bei Omapere, wir kamen vom grünen Berg herunter gefahren, stoppten am Pakia Hill und gegenüber am anderen Ufer strahlten uns riesige Sanddünen an, dazu noch das blau glänzende Meer, ein einfach unglaublich schönes Bild! Nachdem wir das eine Weile genossen hatten machten wir uns aber daran noch unser Tagesziel Ahipara anzupeilen, wozu wir zum erstenmal ein Autofähre bei Rawene benutzten, sicher am anderen Ufer angekommen fuhren wir mal wieder bei Einbruch der Dunkelheit unserm Ziel entgegen und ich musste einsehen das die Neuseeländischen Straßen im Dunkel erst richtig interessant werden. Dort angekommen entschlossen wir uns nach dem harten Tag uns mal etwa zu gönnen, gingen im Restaurant Seaview Essen und danach relativ zügig ins Bett, da wir doch alle sehr kaputt waren.
hach wie schön :) und sind die flecken jetz raus? lach!
AntwortenLöschenJa die Flecken sind nach langem zutun der beiden wieder raus gegangen, werd ich im nächsten Tagesbeitrag nochmal näher darauf eingehen ;)
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