Dienstag, 16. November 2010

08.11.2010 Back to Auckland Tour, Day 27


















Als erstes stand noch mal ein kleines Sightseeing in New Plymouth auf dem Programm, unsere liebe Herbergsmutter hatte uns wärmstens empfohlen nochmal an die Uferpromenade und zu einem Aussichtsberg zu schauen. Die Uferpromenade mit ihrem Wahrzeichen, einem an einem langen Stiel befestigtes Stielauge sah schon sehr gut aus. Danach ging es noch auf den Aussichtsberg, der wie ein kleiner Vulkankrater aussah und Wahnsinnig steil war, so das man teilweise sogar richtig an Ketten hochklettern musste. Oben angekommen bot sich uns eine wunderbare Aussicht über Hafen und Umgebung, der Mt. Taranaki allerdings hatte leider keine Lust seine volle Pracht zu zeigen, er hüllte sich auch weiterhin in eine Hülle von Wolken. Der Aufstieg hatte sich aber trotzdem gelohnt und der Abstieg wurde dann durch die steilen Passagen auch noch ganz interessant, so das wir uns lieber Rückwärts an den Ketten hinunter ließen. Dann ging es auch schon weiter nach Stratford, wo unser nächstes Ziel der Forgotten World Highway seinen Anfang hatte. Seinen Namen hat er nicht von ungefähr bekommen, da auf ca. 180 km außer der mini Ortschaft Whangamomona unterwegs nicht viel kommt, auch keine Tankstelle. Mit Whangamomona hat es allerdings eine Besonderheit auf sich, als es zu einer Umstrukturierung der Distrikte in Neuseeland kommen sollte weigerten sich die paar Einwohner des Dorfes und haben kurzerhand ihren eigenen Stadtstaat Whangamomona ausgerufen. Nach einer ganzen einsamen Weile auf dem Highway kamen wir dann auch dort an und der Hund war dort wirklich sprichwörtlich begraben. Außer einem Pub in der Dorfmitte und ein paar Häusern rund herum gab es dort nicht viel, das Pub hatte allerdings geöffnet und war auch gleichzeitig die Dorfverwaltung wo wir unsere Staatsbürgerschaft in Whangamomona beantragen konnten. Der Ausweiß kostete uns 5 $ und dazu bekamen wir sogar noch einen Stempel in unseren richtigen Reisepass. Damit waren wir nun offizielle Staatsbürger Whangamomonas und genehmigten uns im Pub erstmal noch einen ordentlichen Whangaburger, nach dem es dann auf dem Highway weiter ging. Dort erwarteten uns von weiter oben noch ein paar atemberaubende Aussichten über eine äußerst Zerklüftete Berglandschaft die wir so auch noch nicht gesehen hatten und auf einer Tafel wurde erklärt das dort wohl mal überall Bäume gestanden hätten, die innerhalb von 15 Jahren entweder gefällt oder Brandgerodet wurden. Auf dem weiteren Weg erwartete uns dann wieder mal ein spezieller Neuseeländischer Tunnel, bei dem wir froh waren nicht mit einem Camper unterwegs zu sein, da er doch sehr schmal und eng war, sowie mal wieder mit Hammer und Meißel gepickt schien. Dann erwarteten uns auch mal wieder noch 16 km Gravel Road mitten durch den Urwald, die wohl auch der Grund gewesen sein dürften das es bei der zweiten Tour aufgrund Straßensperre nicht mit dem Forgotten World Highway geklappt hatte. Nach dem wir dieses wirklich relativ schlechte Stück Straße hinter uns gebracht hatten wurde in Taumaranui noch schnell eingekauft und es ging weiter zum Tongario Crossing. Während der Fahrt mussten wir immer wieder anhalten, das Wetter war richtig toll und im Hintergrund war schon völlig Wolkenfrei die Vulkankette mit Tongario, dem Schicksalsberg und Mt. Ruapehu zu sehen. Dort kamen wir dann gegen 19 Uhr an, fuhren erstmal wieder nach Whakapapa Village hinauf und noch ein bischen weiter zum Ruapehu. Als wir dann gemerkt hatten das sich unsere Übernachtung die Discovery Lodge allerdings weiter unten an der Straße befand kümmerten wir uns lieber erstmal um die Übernachtung und hatten Glück das sie noch dreimal Bettzeug hatten. Wir bezogen eine kleine Hütte auf dem Campingplatz und bereiteten alles für den bevorstehenden harten Tag mit dem Tongario Crossing morgen vor.

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