













Wir hatten alle 3 wunderbar geschlafen, standen dann auch erst gegen 9:45 auf und machten ganz in Ruhe Frühstück. Bis wir dann richtig los kamen war es natürlich schon wieder halb 1 und wir entschieden uns im Office noch über einen Helikopter Flug über die Berge zu informieren. Das ganze sollte dann schlappe 295 $ kosten, eigentlich zu viel, aber wir hatten noch einen Coupon unserer Autovermietung gefunden der uns jeweils 40 $ Rabatt brachte. Daraufhin dachten wir lange darüber nach und waren eigentlich schon so weit es zu wagen, aber der Haken war das 4 Personen für den Flug zusammen kommen mussten, also waren wir eine zu wenig. Der Betreiber meinte das er in kürze noch einen Bus mit Touristen erwartet, der dann aber plötzlich doch nicht mehr kam, also hinterließen wir unser Nummer und entschieden uns zum Mt. Cook zu fahren um das Tasman Gletscher zu besichtigen. Gesagt getan ging es mal wieder bei schönstem Wetter los, oben angekommen war es allerdings ziemlich windig, aber trotzdem noch sehr angenehm. Nach den 8 km Gravel Road zum Gletscher wurde unser Camper mal wieder seinem Spitznamen Staubi gerecht und war innen wie außen total eingestaubt, da irgendwie nichts an ihm richtig dicht zu sein schien. Dann wanderten wir auf den Aussichtspunkt am Gletscher, direkt kam man leider wieder nicht ran, was aber auch zu verstehen ist, da es doch relativ gefährlich schien. Die Aussicht auf Neuseelands größten Gletscher war aber auch so atemberaubend, vorm Gletscher hatte sich ein großer See gebildet, der mit blauen Gletscherwasser nicht viel gemein hatte. Es handelte sich aufgrund der Geröll Massen eher um eine milchige graue Suppe, sah aber trotzdem sehr cool aus, besonders weil noch ganz viele Bruchstücke des Gletschers darauf herum schwammen. Dann trafen wir zur Ausnahme mal keine Deutschen sondern ein Australisches Ehepaar mit denen wir uns sehr nett unterhielten, natürlich demnach auch mal auf Englisch. Der Mann erklärte uns das er 1970 für 3 Jahre in Dortmund als Englisch Lehrer tätig gewesen sei und wie schön Deutschland doch war, man merkt auf jeden Fall in allen Gesprächen immer wieder das wir ein hohes Ansehen genießen. Als nächstes ging es dann ins Nachbartal zum Kakapoint um da Mueller Gletscher in Augenschein zu nehmen. Dort wurde es richtig stürmisch und vom Mt. Cook war dank der blöden Wolken nicht mehr viel zu sehen, aber das Gletscher und seine riesige Furche waren trotzdem wieder sehr beeindruckend. Nach erfolgreichem Foto Shooting ging es wieder zum Auto, es war dann auch schon kurz nach 16 Uhr und wir bemerkten das uns wohl der Mann vom Helikopter Rundflug angerufen hatte. Allerdings hatten wir nach dem Gespräch mit dem Australischen Ehepaar sowieso keine Lust mehr drauf weil die von einem viel tolleren Flug mit einem kleinen Flugzeug erzählt hatten. Also ging es dann gegen Abend ohne Helikopter Flug weiter zum den Lake Tekapo, von dem die anderen alle so geschwärmt hatten. Beim dort ansässigen Observatorium verschafften wir uns einen Überblick über die Gegend, hielten anschließend noch mal am See an und beschlossen aber noch weiter Richtung Christchurch zu fahren. An der Küste angekommen und noch 100 km bis nach Christchurch vor uns beschlossen wir die nächstmögliche Bucht anzufahren, da wir uns allerdings auf dem Statehighway befanden war es gar nicht so einfach etwas ruhiges zu finden. Nach einigen nicht erfolgreichen Versuchen, fassten wir den folgenschweren Entschluss Richtung Strand zu fahren und folgten einem braunen Hinweisschild zu einem See. Dort kamen wir allerdings nie an, sondern fanden uns 20 km (gefühlte 30) später auf einer Gravel Road mitten im Nirgendwo wieder, daraufhin bemühten wir unser Navi und fuhren nochmal 10 km in die falsche Richtung nach Long Beach. Wir hatten uns natürlich dort einen Parkplatz am Strand erwartet, allerdings wurde die Straße kurz nach dem Ort mal wieder zur Gravel Road und als wir laut Navi kurz vorm Meer waren, kam eine Ford, auf deutsch Furt. Diese wurde dann für uns zur Endstation, da es sich hierbei um tiefen mit Wasser gefüllten Graben handelte, wo wahrscheinlich nur der Traktor des Bauern durchkommt, Also ging es gefrustet mit Navi wieder zurück auf die Hauptstraße nach Christchurch, wo wir dann doch noch neben einem I-Side fündig wurden. Der Platz lag ganz idyllisch, rechts von uns die Eisenbahn und links der Statehighway, aber das war uns inzwischen egal. Zumindest war ein richtiges Klo da und dann machte ich sogar noch die Entdeckung eine ungesicherten Netzwerkes, also nutzen wir die restliche Akkulaufzeit um im WWW zu surfen bis es ins Bett ging.
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