










Los ging es mit totaler Weka Belagerung, die wohl hier ihren Hauptwohnsitz rund um das Cape hatten, es gab sogar Straßenschilder Achtung Wekas. Diese Tiere waren wie man schnell merkte auch schon von Touristen verwöhnt und kamen sobald man die Tür aufmachte in Scharen angerannt und wollten etwas zu Essen. Wir machten uns dann trotz der Belagerung auf den Leuchtturm zu inspizieren, was nicht sehr lange dauerte und dann ging es gleich weiter zur Robben Kolonie um die Ecke. Die Robben Kolonie war dann um so sehenswerter, da lagen auf den ersten oder vielleicht doch zweiten Blick mindestens 50 Tiere, man muss schon sagen das sie auf den Felsen am Anfang relativ schwierig auszumachen waren. Von Jungtier mit der Mutter bis zu den größeren alten Robben war alles vertreten und vor allem waren sie putzmunter und ständig in Bewegung. Dieses Schauspiel schauten wir uns dann bestimmt auch eine Stunde an, bevor es weiter Richtung Karamea ging mit zwei Zwischenstopps bei Kohleminen. Die erste war bei Denniston Incline, wozu wir erstmal auf einen steilen Berg hinauf mussten, was auch das interessante daran war, da dort laut Buch eine Ingenieurstechnische Meisterleistung vollbracht wurde. Dabei handelte es sich um ein Transportsystem, mit dem die vollen Kohlewagen Hydraulisch gebremst auf Schienen den wirklich extrem steilen Berg hinunter rollen konnten und gleichzeitig noch ein leerer Wagen wieder hochkam. Für die damalige Zeit und Neuseeländische Verhältnisse sicher ein super System und für uns als angehenden Ingenieure auch ganz interessant. Oben angekommen war davon allerdings nicht mehr viel übrig da es laut Schildern 1979 abgebrannt war, aber sie waren gerade dabei es zu rekonstruieren und anhand der übriggebliebenen Bauten und Teile konnte man schon noch viel nach vollziehen. Außerdem wurden wir auch noch mit einer super Aussicht vom Berg auf das Tal und die kompletten Küstenabschnitte rund herum entschädigt, also hatte es sich schon gelohnt. Danach gings dann weiter nach Stockton zu einer noch aktiven Kohlemine, dabei mussten wir den Grand Canyon durchqueren, was es allerdings dann auch schon fast gewesen sein sollte. Am Eingangstor stand zwar etwas von Visitor Center, aber nachdem wir nachgefragt hatten wussten wir das es gar keins gab und man auch nicht auf das Gelände konnte. Die nette Dame am Eingang sagte uns aber das gleich wieder ein großer Kipplaster vorbei fahren würde falls wir ein Foto machen wollten und wies Ihn auch noch extra an langsam zu fahren. Nach diesem tollen Foto von einem Kipplaster ging es wieder zurück durch den Grand Canyon und weiter nach Karamea wo wir uns auf einem Campingplatz nieder ließen und erstmal Kaffee machten. Karamea war auf dieser Route auch gleichzeitig Endstation und wie feststellten wohl auch größtenteils nur Neuseeländern ein Begriff, da außer uns wohl wirklich nur einheimische auf dem Campingplatz waren. Nach dem Kaffe machten wir uns nochmal auf zum nahegelegenen Opara Basin, wo zwei schöne Caves und ein kleiner Wanderweg auf uns warteten. Um dort hinzukommen mussten wir allerdings erstmal wieder 14 km beste Gravel Road zurücklegen und am Eingang stand auch noch nicht geeignet für Campervans., wir fuhren natürlich trotzdem hinein. Eine gefühlte Ewigkeit mitten durch den Dschungel und zwei unsichere Brücken später waren wir dann an unserm Ziel, den beiden Caves und machten uns daran diese zu erkunden. Die erste Cave war wirklich beeindruckend groß wie eine Kathedrale und zog sich bestimmt 500m in den Berg hinein, mit jede Menge kleinen Nebenhöhlen. Die zweite wurde nach einigen Metern schon sehr tief, war dann auch sehr schnell zu Ende und wäre für Menschen mit Spinnen Angst auch nichts gewesen. Als nächstes ging es noch einen Wanderweg entlang mit kleinen See und Rundweg an eine Natürlichen Gesteinsbrücke über einem Bach entlang. Die Brücke sah schon sehr beeindruckend aus, allerdings mussten wir uns dann leider beeilen zum Auto zu kommen da es schon langsam dunkel wurde. Dort kamen dann auch schon fast im Dunkeln an und machten uns vorsichtig auf die Rückfahrt zum Campingplatz, wo wir dann auch gleich von den älteren Leuten wieder richtig gemustert wurden. Speziell unsere direkten Nachbarn waren wohl nicht sehr angetan von unserem später Erscheinen und Bastl hörte nur wie die Frau meinte "Notier dir mal das Kennzeichen". Unterm Strich muss man sagen, also mal etwas mit Deutschland vergleichbares in Bezug auf unsere Dauercamper oder Schrebergärten. Natürlich ließen wir uns davon nicht beeindrucken und machte uns mal wieder ans späte Abendbrot.
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