











Vom Motorcamp aus ging es als erstes nach Takaka in das I-Side wo wir uns noch ein paar Informationen über den Abel Tasman Nationalpark einholten und ganz wichtig die Tide Zeiten, also Ebbe und Flut. Nächstes Ziel war dann der DOC-Campingplatz in Totaranui, der laut Info der netten Frau im I-Side direkt an einem der Goldgelben Strände der Golden Bay liegen soll. Allerdings sollte das letzte Stück Straße mal wieder eine Gravel Road sein, die es in sich haben sollte und wer war mal wieder mit fahren dran natürlich ich. Wir ließen uns natürlich davon nicht abschrecken und fuhren los, die Gravel Road hatte es dann auch wirklich in sich, aber unser guter Staubi kämpfte sich auch diesmal ohne Probleme bis zum Ziel vor. Am Campingplatz angekommen fanden wir auch sofort den super schönen Goldgelben Strand, allerdings auch die Erkenntnis das uns der Campingplatz zu teuer ist. Eigentlich wollten wir uns dort auch nochmal mit unserm guten Freund Andree treffen, aber natürlich hatten wir dann mal wieder kein Handynetz und mussten so wieder los fahren. Statt des Campingplatzes versuchten wir nun den anderen Abzweig der sich zweiteilenden Gravel Road Richtung Awaroa Bay. Dieser Abzweig war laut Schild 4 km lang, die uns allerdings vorkamen wie 40 km, da dies die bisher wirklich schlimmste Gravel Road war die wir je befuhren. Die Straße war verdammt eng, windete sich steil Bergauf und Bergab direkt den Hang entlang über Stock und Stein hinunter zur Bay. Das alles war aber noch nicht das Hauptproblem, plötzlich standen wir dann auch noch mitten vor einer Furt voller Wasser die es zu durchqueren galt, da wir aber eh nicht wenden konnten legten wir los und es ging Gott sei Dank gut. Als wir dann dachten das wir nun das schlimmste geschafft hatten kam natürlich gleich noch der nächste kleine Bach, den es zu Passieren galt, aber auch das meisterte wir mit unserem Staubi und wenig später erreichten wir dann endlich wohlbehalten unser Ziel. Dort angekommen checkten wir natürlich erstmal kurz das Auto, an dem zum Glück alles ok war und dann genossen wir bei herrlichen Wetter den Blick in die unglaubliche Bucht. Es war gerade noch Ebbe als wir ankamen und man sah überall den schönen Goldgelben Sand, daraufhin machten wir mit diesem Anblick erstmal noch Kaffe. Als wir dann fertig waren und ein wenig am Strand entlang gehen wollte, mussten wir allerdings feststellen das die Flut gerade voll am kommen war und uns leider nicht viel vom Strand übrig ließ. Eigentlich mussten wir uns sogar beeilen das bereits gegangene Stück Weg am Strand noch trockenen Fußes zurück zu kommen. Damit mussten wir uns entscheiden ob wir einfach einen Tag im Grünen verbringen wollten oder den ganzen Weg zurück und weiterfahren. Wir entschieden uns für einen Relaxten Tag an der Bay und versuchten die Sonne zu genießen, das allerdings hatte ein schnelles Ende als wir mal wieder regelrecht von Sandflys umzingelt wurden. Damit gab es drei Möglichkeiten sich dieser zu erwehren, erstens im Auto bleiben, zweitens sich bei schönstem Wetter gut einpacken und drittes die Chemiekeule auspacken. Helmut entschied sich dafür im Van Postkarten zu schreiben, ich wollte wenigstens raus und setzte mich in voller Montur, also Wanderschuhe, lange Hose und Regenjacke mit Kapuze draußen hin. Bastl wiederum wählte das krasse Gegenteil, testete unser Autan Spray und legte sich in seiner Superman Unterhose auf die Decke zum Sonnen und ich muss sagen er fuhr damit am besten. Nachdem ich dann 1h neben Basti gesessen hatte, zusah wie er sich schön sonnte, sah ich ein das die Chemiekeule wohl doch die beste Variante war und folgte seinem Beispiel. Allerdings war es dann auch schon zu spät um sich noch richtig zu sonnen und wir beschlossen nochmal aufs Watt hinaus zu laufen, es war inzwischen nämlich schon wieder langsam Ebbe. Dann überlegten wir noch wie wir am besten hinauskommen und entschieden uns für kurze Hose, sowie die Badelatschen mitzunehmen. Basti und ich gingen einfach Barfuß geradeaus durchs Watt und Helmut lieber außenherum am Strand entlang. Als es dann aber ziemlich eklig und tief wurde entschied ich mich Helmuts Beispiel zu folgen und asti zog seinen Weg aber geradewegs durchs tiefe schlammige Watt durch, Respekt! Am Ende trafen wir uns alle drei an einer Insel mitten drin und genossen erstmal ein Bierchen in der Sonne. Danach entschieden wir uns das schwierigste Stück des Abel Tasman Costal Tracks bis zur anderen Seite der Bucht durchzuziehen und durch noch teilweise Kniehohe Wasserflüsse und Schlamm bis auf die andere Seite. Das ganze dauerte dann locker eine Stunde und wir mussten uns schon langsam beeilen, da es bald dunkel wurde und keiner Lust hatte den Weg im Dunkeln zurück zu gehen. Auf jeden Fall muss man hier schon mal sagen, dass es sich wirklich gelohnt hatte, die Aussicht durch die ganze Bucht war Atemberaubend. Auf dem Weg zurück wählten Basti und ich die direkte Route durch den tiefsten noch vorhandenen Fluss und Helmut ging lieber wieder die alte Route zurück. Bastl ging vor mir weg und fand erstmal keine passende Stelle zum durchqueren, ich schaute dann selber und fand die richtige Stelle, wo mir das Wasser allerdings auch schon bis zur Unterhose stand und passierte erfolgreich. Nach meiner Aufforderung probierte es Bastl dann auch noch, allerdings an einer anderen Stelle die zu tief war und zack war die Unterhose nass. Dann trafen wir uns mit Helmut wieder an der Insel und gingen schnellstens über den Strand zurück zum Auto, wo wir dann rechtzeitig bevors Dunkel wurde ankamen. Nach dem Abendessen setzten wir uns dann noch ein paar Minuten raus und genossen den unglaublichen Sternenhimmel, die Sterne spiegelten sich sogar im Wasser und außer dem Meer war nichts zu hören. Als wir dann zu Bett gingen kam noch ein Auto an, man hörte draußen jemand eine ganze Weile hantieren, ich ging dann nochmal raus und sah wie er gegen 23:45 als die Flut schon wieder voll kam quer durchs Watt lief. Das ganze war schon sehr komisch, aber gut in Neuseeland ist sowas wahrscheinlich normal mitten in der Nacht durchs Watt zu laufen.
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