Mittwoch, 3. November 2010

23.10.2010 South Island Tour, Day 11















Ich wachte schon gegen halb 7 wieder auf, drehte mich noch ein paar mal und als ich dann die Sonne durchs Fenster aufgehen sah beschloss ich schnell aufzustehen und zum Strand zu gehen. Als ich am Pfad hinunter zum Strand ankam, kam die Sonne gerade richtig hinter dem Berg hervor, was ich natürlich in vollsten Zügen genoss und für ein paar schöne Fotos nutzte. Danach ging ich vorsichtig hinunter zum weißen Sandstrand hinunter, der echt wunderschön aussah und hielt Ausschau nach den Pinguinen. Es sollte dort sehr scheue Gelbaugen Pinguine geben, erstmal sah ich gar nichts, aber als ich dann fast ganz unten angekommen war fielen mir zumindest zwei Seelöwen ins Augen. Als ich mich dann abdrehte um wieder hoch zu gehen sah ich hinter mir an der Felswand auf einmal doch noch einen Pinguin stehen und verhielt mich ganz ruhig um ein paar schöne Fotos zu bekommen. Nach diesen Glücksmomenten beschloss ich erstmal wieder hoch zu gehen und nach den anderen zu schauen, die inzwischen aber schon am Aussichtspunkt standen und sich gerade auf den Weg zu mir machten. Ich ging ihnen ein Stück entgegen und dann pirschten wir uns nochmal vorsichtig zur Klippe mit den Pinguinen, erstmal war keiner zu sehen, also mussten wieder die Seelöwen herhalten, aber als wir Stellung bezogen hatten sah ich plötzlich zwei Pinguine ganz oben im Hang stehen. Sie standen wie auf einem Podest im Hang und beobachteten alles, ich denke sie hatten uns lange registriert, als wir schon dachten das keiner mehr runter kommt sah Helmut ganz unten am Hang einen stehen, der natürlich gleich wieder verschwand. Wir warteten wieder eine Weile und als wir grad los wollten hüpfte er auf einmal mitten vor uns an den Strand und wir konnten ihn ganz in Ruhe beobachten, das war echt total cool. Als er dann wieder im Busch verschwand machten wir uns nach gut 2 Stunden Pinguin Beobachtung wieder auf zum Auto und machten erstmal in Ruhe Frühstück. Währenddessen kamen die ersten Autos, wobei es sich um einheimische Surfer handelte, die am Strand Surfen gingen. Basti und ich nutzten gegen 10 Uhr das schöne Wetter um ein Bier zu genießen, dabei kam wieder ein Surfer an uns vorbei und meinte nur "oh, dirty Ranfurly in the Morning", danach wussten wir dann schon mal das wir wohl gerade das Oettinger Neuseelands trinken. Dann verließen wir Dunedin Richtung Ostküste, wozu man sagen muss das Dunedin einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat, definitiv eine der schönsten Städte bisher. Nächste Station waren dann die Moeraki Boulders, natürlich entstandene riesen Steinkugeln, die mitten am Strand herum liegen, die sahen echt sehr cool aus. Dann wollten wir eigentlich noch eine Pinguin Kolonie mit kleinen blauen Pinguinen anschauen, dort angekommen stellten wir allerdings fest das diese nur am Abend zu beobachten sind und mal wieder eingezäunt waren, also nur gegen Geld. Dafür hatten wir weder Zeit noch Lust und da wir ja nun schon Pinguine live in der Natur gesehen haben machten wir uns lieber auf den Weg ins Gebirge zum Mt. Cook, dem mit 3754 m höchsten Berg Neuseelands. Auf dem Weg dort hin hatten wir mal wieder ein unglaubliches Alpen Panorama zu beobachten, Helmut hatte schon Problem sich aufs Autofahren zu konzentrieren. Außerdem kamen noch einige Staudämme, wo wieder über Turbinen Strom erzeugt wurde und das Wasser sah wieder wahnsinnig blau aus. In einem der angestauten Seen befand sich noch eine Lachszucht, wo wir uns noch ein Stück frischen geräucherten Lachs mitnahmen. Kurz vorm Mt. Cook(20km) kam gegen 18 Uhr der letzte Campingplatz den wir zur Übernachtung auserkoren hatten. Da irgendwie alle Kamera Akkus alle waren bezogen wir erstmal Stellung um die Akkus noch mal ein bisl zu laden bevor wir uns am Abend noch auf dem Weg zum Mt. Cook machten um den Sonnenuntergang zu genießen. Unterwegs mussten wir immer wieder stoppen, weil das Panorama der Berge so atemberaubend war, bis wir am Mt. Cook Village angekommen waren. Von dort aus wanderten wir ein paar Meter zum Denkmal der am Berg gestorbenen und genossen die grandiose Aussicht. Nach dem die Sonne untergegangen war machten wir uns auf den Heimweg, allerdings noch mit einem kleinen Abstecher über eine Gravel Road ins Tasman Valley, wo alle 20 m ein Hase über die Straße hoppelte und unser Auto mal wieder seinem Spitznamen Staubi gerecht wurde, da der Staub überall hereinzog bis es beim Atmen schon richtig unangenehm wurde. Nachdem wir diese Staubfahrt dann auch noch geschafft hatten bezogen wir gegen 21:30 wieder Stellung im Campingplatz, machten noch Abendbrot und freuen uns auf hoffentlich wieder schönes Wetter morgen um die Gletscher zu erkunden. Ach was ich noch bemerken muss wir haben wunderbares Wetter, jede Menge Sonne und Temperaturen um die 20 °C.

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